Systematik

Die Systematik der Bibliothek St. Marien
oder „so finde ich was ich lese“ 

Die Bibliothek St. Marien arbeitet mit der kleinen „Österreichischen Systematik für öffentliche Bibliotheken“ kurz ÖSÖB.

Anbei ein kurzer Leitfaden, unter welchem Buchstaben Sie die verschiedenen Themenbereiche in unserer Bibliothek finden.

Alle Bücher sind mit Signaturetiketten am Rücken beklebt, die angeben in welchem Themenbereich sie zu finden sind. Um die Unterscheidung zusätzlich zu erleichtern, wurden die  Singnaturetiketten wie folgt farblich abgestimmt:

B Biographisches
D Belletristik
(Romane, Erzählungen und Novellen)
E Reisen, regionale Geographie, Landeskunde
F Fremdsprachige Schriften
G Geschichte, Gesellschaft, Politik, Medien, Recht, Wirtschaft
J Kinder- und Jugendmedien
(Kinder und Jugendliteratur ist je nach Themengebiet anders färbig)
K Kunst, Musik, Film, Theater, Tanz
N Naturwissenschaften, Landwirtschaft, Medizin, Mathematik, Technik
P Pädagogik, Psychologie, Religion, Sprache
S Spiele
T CD, CD-Rom, DVD, Kassetten
V Freizeit, Hobbies, Haushalt, Kochen, Wohnen, Sport
Z Zeitschriften

Um die einzelnen Themenbereiche noch übersichtlicher zu
Gestalten, wurden große Bereich noch feiner unterteilt, zB in der
Belletristik

DR.E = Spannungsromane
DR.G = Gesellschafts- und Liebesromane, …

TIPP:
Alle Neuanschaffungen in der Bibliothek mit dem Erscheinungsjahren 2011 und 2012 stehen in einem Extra-Regal.
Zusätzlich sind diese Bücher mit Punkten auf dem Buchdeckel versehen:

Gelb = Erscheinungsjahr 2011
Rot = Erscheinungsjahr 2012

Wo sich in der Bibliothek was befindet, können Sie auch in unserem Übersichtsplan einsehen:


Gerne steht Ihnen auch unser Team persönlich zur Verfügung.

Literaturkreis „Der verirrte Messias“

Liebe Leserinnen und Leser!

Am 11. Oktober 2012, um 20:00 Uhr sprechen wir über das Buch

„Der verirrte Messias“

von Peter Henisch

Dass ein junger Mann, der nach Israel fliegt, die Bibel liest, ist vielleicht nicht ungewöhnlich, doch dass er bei dieser Lektüre lacht, findet Barbara, die im Flugzeug neben diesem seltsamen Menschen sitzt, befremdlich. Da beginnt er, ihr die Passage, die er gerade gelesen hat, auf seine Weise zu erzählen, so, als wäre er dabei gewesen. Barbara hält das vorerst für eine schräge Art von Humor, doch seine Ernsthaftigkeit wird ihr schließlich unheimlich. Wieso sie sich nach einer außerplanmäßigen Zwischenlandung in Rom von Myschkin – so nennt er sich – zum Essen einladen lässt, bleibt ihr selbst ein Rätsel. Am nächsten Tag, auf dem Flughafen von Tel Aviv, ist sie froh, ihn loszuwerden. Doch nach ihrer Rückkehr erwartet sie zu Hause der erste einer Serie von Briefen aus Israel, in denen ein Mann, der sich mit Jesus identifiziert, herauszufinden versucht, warum die Erlösung nicht stattgefunden hat – bis heute.

FilmTipp

Von unserer Kollegin Christine Hörfarter von der Mediathek St. Johann in Tirol.

Der seltsame Fall des Benjamin Button

(2008, David Fincher)

Ein wundervoller Film mit dem es dem Regisseur David Fincher gelang, eine sehr berührende Geschichte übers Älterwerden und die Vergänglichkeit zu machen.  Als Inspiration hierfür diente Fincher die Kurzgeschichte von F. S. Fitzgerald.

In reichen und melancholischen Bildern erzählt der Film den Lebensweg des Benjamin Button. Dieser kommt als Greis im Körper eines Neugeborenen gegen Ende des Ersten Weltkrieges zur Welt. Die Mutter stirbt bei der Geburt, der Vater – vollkommen verstört vom Anblick seines Sohnes – legt diesen vor den Treppen eines Seniorenheims in New Orleans ab. Die Betreiberin Queenie (Taraji P. Henson) findet das kleine Bündel, tauft es auf den Namen Benjamin und zieht diesen liebevoll groß. Benjamin (Brad Pitt) durchläuft eine „sonderbare“ Entwicklung, die „rückwärts“ geht: so lässt er seine greisenhafte Erscheinung mit jedem Tag immer mehr hinter sich und erhält, je älter er wird, eine zunehmend jüngeres Aussehen.

Bereits als kleiner Junge tritt die etwa gleichaltrige Daisy (Cate Blanchett), die ihn vom ersten Moment an fasziniert, in sein Leben. Zwischen den beiden entsteht eine Art Seelenverwandtschaft. Als Benjamin New Orleans verlässt, um die Welt zu entdecken, verlieren sich die beiden aus den Augen. Als er nach vielen Jahren des Herumreisens deutlich verjüngt zurückkehrt, trifft er auf eine mittlerweile zur Frau gewordenen Daisy und die beiden verlieben sich.  Ihnen ist schmerzlich bewusst, wie einzigartig und unwiederbringlich jeder gemeinsame Moment ist und dementsprechend leben sie diese kostbare Phase mit einer ungeahnten Intensität.

„Der sonderbare Fall des Benjamin Button“ ist für mich ein zutiefst bewegender Film voller Magie und selten wurden die Themen Vergänglichkeit, Altern und Tod so eindringlich und poetisch auf Zelluloid gebannt. Ein wahres Filmjuwel und absolut empfehlenswert!

Die zehn unantastbaren Rechte des Lesers

von Daniel Pennac

  1. Das Recht, nicht zu lesen
  2. Das Recht, Seiten zu überspringen
  3. Das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen
  4. Das Recht, noch einmal zu lesen
  5. Das Recht, irgendwas zu lesen
  6. Das Recht, auf Bovarysmus
  7. Das Recht, überall zu lesen
  8. Das Recht, herumzuschmökern
  9. Das Recht, laut zu lesen
  10. Das Recht, zu schweigen

Bei Unklarheiten oder Problemen, Fragen Sie das Bibliothekspersonal oder einen Anwalt Ihres vertrauens.

Freundliche Grüße

Ihr Team der Bibliothek St. Marien